
Kampagne gestartet: „Bio kann mehr“ – im Bio-Fachgeschäft
Berlin. Welchen besonderen Wert bietet Bio aus dem Bio-Fachgeschäft? Antworten hierauf gibt die bundesweite Kampagne „Bio kann mehr“. Sie startet am 1. Oktober 2009, Initiator ist der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.
Anzeigen und die Website HYPERLINK "http://www.bio-kodex.de" www.bio-kodex.de machen zunächst außerhalb der Bio-Fachgeschäfte auf die Kampagne aufmerksam. Im Fachgeschäft selbst laden ungewohnte Motive zum Fragenstellen ein. So kommt die Beratungskompetenz der Verkäufer zum Tragen. „Wer in ein Bio-Fachgeschäft geht, sucht in der Regel die angenehme Einkaufsatmosphäre, häufig auch das Gespräch, vor allem aber Produkte, die vom Anfang bis zum Ende nach konsequent ökologischen Kriterien hergestellt sind“, so Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN. Diese Anforderungen erfüllen die Produkte, denen der BNN-Kodex zugrunde liegt. Der Kodex ist die Werte-orientierte Selbstverpflichtung der Naturkostbranche.
Elke Röder erläutert den Hintergrund: „Bio im Naturkosthandel ist mehr als nur ein Imagefaktor. Im Naturkosthandel ist Bio eine Haltung und die Kernkompetenz schlechthin, die nur durch Überzeugung und Leidenschaft der Menschen möglich wird.“ Das ist die Grundlage für Mehrwert von Bio aus dem Fachgeschäft. Beispiel „Klimaschutz“: So betreibt die Naturkostbranche echten Klimaschutz – indem CO2-Emissionen so weit wie möglich vermieden oder reduziert werden, u. a. durch die Nutzung regenerativer Energien oder intelligente Architekturkonzepte, und stellt so den Zukauf von CO2-Zertifikaten erst als letztmögliche Alternative hinten an. Weitere Mehrwert-Beispiele finden sich auf der Kampagnen-Website.
Mit Start der Kampagne werden die ersten der rund 2.500 Naturkostläden in Deutschland mit Informationsmaterialien ausgestattet sein. Darüber hinaus finden in zahlreichen Regionen Verkostungsaktionen in Naturkostläden statt. Dann werden auch die ersten Flyer zu den Themen „Natürlicher Geschmack“, „CO2-Vermeidung“ oder „Service für Allergiker“ präsentiert. Im Laufe der auf ca. eineinhalb Jahre angesetzten Kampagne werden Bio-Verbraucher regelmäßig über weitere aktuelle Themen informiert.
Die jüngsten Zahlen zur Entwicklung des Naturkosthandels unterstreichen das Vertrauen der Konsumenten in Bio aus dem Fachgeschäft: So ist der Umsatz im Naturkostmarkt im ersten Halbjahr 2009 auf bestehender Fläche um 1,5 Prozent gewachsen (einschließlich neuer Verkaufsflächen sogar um 5,2 Prozent, laut „Umsatzbarometer“ von Klaus Braun und BNN-Umsatzauswertung 2009), während der Umsatz im Bio-Gesamtmarkt im selben Zeitraum erstmals zurückging (minus vier Prozent im Lebensmitteleinzelhandel und minus sechs Prozent im Discount, laut Haushaltspanel der Gesellschaft für Konsumforschung, GfK). Elke Röder: „Diese Entwicklung zeigt, dass gut informierten Kunden mit ihrer Kaufentscheidung bewusst Verantwortung übernehmen – für nachhaltige Wirtschaftsformen und eine konsequent biologische Landwirtschaft.“
Aus: Pressemeldung des BNN Herstellung und Handel e.V. vom 30.9.2009
Bio aus Überzeugung
Bio ist mehr als der Verzicht auf Pestizide und synthetischen Dünger. So sehen es die Unternehmen der Naturkostbranche. Ihre Pioniere haben Bio erfunden, und sie sind bis heute kompromisslos bei Qualität, sozialer Verantwortung und Umweltschutz. Naturkost steht zu 100 Prozent für Bio und Nachhaltigkeit. Bei uns hat Gentechnik keine Chance.
Bio mit Herkunft
Wissen wo’s herkommt – das ist nicht nur wichtig für Bio-Käufer, sondern auch für Bio-Hersteller. Rohstoffe werden bevorzugt von langjährigen Partnern und regionalen Lieferanten bezogen. Rohstoffeinkauf in der Region stärkt nicht nur langfristige Lieferbeziehungen, sondern auch gewachsene bäuerliche Strukturen in der Region.
Transparenz und Sicherheit
Wissen, was drin ist: Naturkost setzt auf Volldeklaration und sorgt mit zusätzlichem Monitoring für mehr Sicherheit. Auch Bioprodukte werden nicht unter der Glasglocke produziert. Bio-Obst und Bio-Gemüse im Naturkosthandel werden daher seit 2003 systematisch auf Verunreinigungen mit Pestiziden untersucht. Rund 30 Importeure, Exporteure und Großhandelsunternehmen beteiligen sich an diesem BNN-Monitoring, das dazu beiträgt.
Um Kunden im Naturkosthandel so viel Transparenz wie möglich zu bieten, werden auf fast allen Produkten Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe vollständig genannt. Für Allergiker ist das ein deutliches Plus an Sicherheit.
Echter Klimaschutz
Wer Bio aus Überzeugung macht, leistet freiwillig mehr für den Klimaschutz. Naturkosthersteller und Großhändler halten den Energieverbrauch in Unternehmen und Produktion durch moderne Technik wie energiesparende Kühltechnik und Beleuchtung und intelligente Logistik so niedrig wie möglich. Viele Unternehmen beziehen Ökostrom oder produzieren Strom und Wärme auch selbst mit Hilfe von Sonne, Wasserkraft und Erdwärme. Echter Klimaschutz bedeutet, im ersten Schritt Klimabelastungen zu reduzieren. Erst danach folgt der Ausgleich unvermeidbarer Emissionen. Das sind zum Beispiel Investitionen in hochwertige Klimaschutzprojekte, die nach dem „WWF-Gold-Standard“ zertifiziert sind.
Natürlicher Geschmack
Bio schmeckt auch ohne zugesetzte Aromen! Im Bio-Fachgeschäft finden Kunden die größte Palette an Lebensmitteln mit natürlichem Geschmack. Dafür gibt es gute Gründe: Durch zu starke Aromatisierung verlieren Lebensmittel ihren ursprünglichen Charakter. Schon Kinder werden an einen intensiven und künstlichen Geschmack gewöhnt und lehnen das Original ab. Viele Produkte aus dem Naturkostfachhandel, darunter auch Limonaden, Fruchtjoghurts oder Tees verdanken ihren guten Geschmack echten Früchten, Kräuter- und Gewürzauszügen oder ätherischen Ölen.
Kompetente Beratung
Kunden im Bio-Fachgeschäft werden gut beraten: Geschultes und engagiertes Personal informiert auf Wunsch über jedes Produkt und über mögliche Zubereitungsformen. Sie geben Auskunft zu gesunder Ernährung und über Zutaten für eine vegane, makrobiotische oder vollwertige Ernährungsweise. Die Angabe aller Inhaltsstoffe ermöglicht klaren Durchblick, besonders für Allergiker.
Service wird auch bei den Herstellern groß geschrieben. Ob Hotline oder Webblog, per Post oder E-Mail: Fragen zu den Produkten, zur Ernährung und mehr beantworten die Unternehmen schnell und kompetent.
Vielfalt
Eine gute Auswahl an beliebten und traditionsreichen Obst- und Gemüsesorten kennzeichnet seit je her das Sortiment im Bio-Fachgeschäft. Diese Vielfalt prägt auch jede andere Produktgruppe von den Molkereiprodukten über Wurst- und Käsespezialitäten bis hin zu Feinkost. Die breite Produktpalette wird jedem Kundenwunsch gerecht.
Alte Tierrassen wie das Angler-Sattelschwein liefern schmackhafte Produkte und mit der Züchtung samenfester Sorten im Gemüseanbau besteht eine echte Alternative zur Gentechnik oder gentechniknahen Züchtungsmethoden.
Verantwortung & ehrlicher Dialog
Werte und Visionen haben die Naturkostunternehmen von Anfang stärker geleitet als kurzfristige betriebswirtschaftliche Überlegungen. Im Laufe der Jahre verständigten sich die Unternehmen im gemeinsamen Verband, dem BNN Herstellung und Handel e.V., auf Regeln für einen Kodex, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen. Diese „Spielregeln" sichern ab, dass die Naturkostunternehmen den Zielen, zu denen sie sich mit verpflichtet haben, auch treu bleiben. Sie sagen, was Sache ist. Weil dann alle von Naturkost profitieren: Menschen, Tiere, Ressourcen und Umwelt.

Kontakt
Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN)
Herstellung und Handel e.V.
Geschäftsstelle: Albrechtstr. 22
D-10117 Berlin
Tel. 49 (0)30 / 847 12 24-44
Fax 49 (0)30 / 847 12 24-40
kontakt@n-bnn.de











